Die Biologie hat sich durch den Einzug molekularer Arbeitsmethoden in nahezu allen Teilbereichen stark gewandelt. Biochemie, Biophysik, Biomedizin und Bioinformatik – neue interdisziplinäre naturwissenschaftliche Themenbereiche und Fächer sind dadurch entstanden. Gleichzeitig entwickelten sich anwendungsbezogene biologische Disziplinen mit hoher wissenschaftlicher und berufsrelevanter Zukunftsfähigkeit: zum Beispiel die Gentechnologie und Biotechnologie.
Der Fachbereich Biologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat dieser kontinuierlichen Diversifizierung Rechnung getragen. So sind die Forschungsinteressen der Mainzer Biologie auf drei Themenfelder fokussiert:
- Evolution, Biodiversität und Anthropologie
- Neurobiologie und Entwicklungsbiologie
- Molekulare Physiologie.
Dies führt zu einer fachlichen Breite, die den Studierenden eine umfassende und facettenreiche Ausbildung in innovativen und internationalen Studiengängen garantiert.
Moderne Infrastruktur für einen forschungsstarken Life Sciences Campus: Die BioZentren I und II befinden sich nicht nur in fachlicher, sondern auch in unmittelbarer räumlicher Nähe zu anderen wichtigen Pfeilern der Mainzer Natur- und Lebenswissenschaften – wie dem Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB), dem Institut für Pharmazeutische und Biomedizinische Wissenschaften, dem Department Chemie oder den Instituten der Physik. Die beiden Max-Planck-Institute und das Helmholtz-Institut Mainz komplettieren das Quartier. Kurze Wege zwischen den Instituten unterstützen die enge Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen.
Die theoretische Evolutionsbiologin Prof. Dr. Hanna Kokko ist eine der weltweit führenden Spezialistinnen auf ihrem Gebiet. Sie kam 2023 mit einer renommierten Alexander von Humboldt-Professur, dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands, an die JGU. Dies ist bereits die zweite Berufung einer herausragenden Humboldt-Professorin in den Fachbereich innerhalb weniger Jahre. Im Mittelpunkt von Hanna Kokkos Forschung steht das bessere Verständnis des Zusammenspiels von evolutionären und ökologischen Faktoren. Ihre Forschung soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit an verschiedenen Schnittstellen zwischen theoretischen und empirischen Ansätzen in Biologie, Bioinformatik und Medizin fördern.
Das Biologiestudium an der JGU ist beispielhaft in Bezug auf
- die Relevanz und Aktualität der hier gelehrten wissenschaftlichen Erkenntnisse,
- die internationale Vernetzung der Lehrenden und
- die Möglichkeiten der Studierenden, sich auf einen erfolgreichen Start in die Berufspraxis vorzubereiten.
Internationale Lehrkooperationen und Studentenaustauschprogramme bieten den Studierenden viele Möglichkeiten, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. In diesem Video erzählt der Masterstudent Luca Rabbachin, warum er sich für die JGU entschieden hat und wie er von einem Studierendenaustausch im Rahmen der FORTHEM-Allianz profitiert hat
Die JGU will ihre Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf das Leben und Arbeiten in internationalen und globalen Zusammenhängen vorbereiten. Neben dem Erwerb interkultureller Kompetenzen und Erfahrungen profitieren die Studierenden der JGU von multinationalen Studiengängen, die ihre internationale Vernetzung stärken und ihre späteren Berufsaussichten verbessern. Prof. Dr. Helen May-Simera, Ansprechpartnerin für internationale Austauschprogramme im Fachbereich Biologie, ist begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten für Mainzer Biologiestudierende, ins Ausland zu gehen und verschiedene Labore und deren Forschungsexpertise kennenzulernen.
Der Fachbereich Biologie der JGU setzt sich ein für Vielfalt und Chancengleichheit. In diesem Video gibt die Gleichstellungsbeauftragte des Fachbereichs, Prof. Dr. Marion Silies, einen Einblick in die verschiedenen Programme und Aktivitäten für Wissenschaftlerinnen zur Unterstützung ihrer wissenschaftlichen Arbeit und Karriere. So gibt es beispielsweise Mentoring-Programme für Doktorandinnen und Postdocs sowie Coaching-Möglichkeiten für Senior Postdocs, die eine Karriere in der Wissenschaft anstreben.
Die Biotechnologie ist ein zentrales Forschungsfeld des 21. Jahrhunderts: Ihr Potenzial zur Bewältigung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen ist enorm. Das breite und interdisziplinäre Feld der Biotechnologie erfordert die Vernetzung verschiedener Disziplinen, denn Innovationen in der Biotechnologie entstehen durch die Zusammenarbeit von Biologie und Chemie mit Verfahrenstechnik, Ingenieurwissenschaften und Informatik. Prof. Dr. Eckhard Thines fördert die interdisziplinäre Forschung sowie die regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit – nicht nur als Dekan des Fachbereichs Biologie, sondern auch in seiner Funktion als rheinland-pfälzischer Landeskoordinator für Biotechnologie.
Moderator Daniel Reißmann spricht mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über ihre Forschung – liefert Fakten, Hintergründe und Geschichten. Dabei erfahren die Zuhörerinnen und Zuhörer auch Spannendes über einzelne Forschungsgebiete des Fachbereichs Biologie und lernen diese Expertinnen und Experten als „Minds of Mainz“ kennen. Wissen für eine breite Öffentlichkeit verständlich aufzubereiten sowie Neugierde für die unterschiedlichsten Disziplinen der JGU zu wecken, ist das Ziel dieser Podcast-Serie.
Der Botanische Garten der JGU am Fachbereich Biologie ist ein wissenschaftlicher Garten. Er hat zum Ziel, ein möglichst breites Spektrum der Vielfalt der Pflanzen zu repräsentieren und zur Erforschung und Erhaltung dieser Vielfalt beizutragen. Regional setzt sich der Garten für die Bewahrung der seltenen Pflanzen von Rheinland-Pfalz ein. Der Botanische Garten ist ein vitaler Bestandteil der JGU. Durch Führungen, Ausstellungen und Sonderveranstaltungen vermittelt er das Wissen über pflanzliche Vielfalt und ihre Bedeutung einer breiten Öffentlichkeit. Sein Angebot der „Grünen Schule“ ist als außerschulischer Lernort für Schulklassen aller Klassenstufen und Schulformen nutzbar. Damit soll bei Kindern und Jugendlichen schon früh die Begeisterung für Natur und Wissenschaft geweckt werden, und die Vernetzung zwischen der Hochschule und den Schulen der Region soll weiter intensiviert werden.