Exkursionen sind eine wertvolle Ergänzung zum klassischen Lehrbetrieb und bilden eine Brücke zwischen Lernen und Erleben. Die in Vorlesungen und Seminaren vermittelten Konzepte werden vor Ort überprüft, angewendet und kritisch reflektiert. Studierende können dabei Neues entdecken und Wissen mit unvergesslichen Erfahrungen verbinden. Da Inhalte nicht nur kognitiv erfasst, sondern im Rahmen der gemeinsamen Exkursion mit eigenen Erlebnissen, Beobachtungen und geteilten Eindrücken verknüpft werden, ergibt sich für alle Beteiligten eine Lernerfahrung, die den Erwerb von Fachkompetenz im Studium gewinnbringend erweitert: Es findet eine echte Verbindung von Theorie und Praxis statt, die die Relevanz fachlicher Inhalte und Erkenntnisse in der Begegnung mit der realen Welt greifbar werden lässt. Durch das Anwenden und Reflektieren der Lerninhalte im direkten Praxiskontext werden diese intensiver wahrgenommen, was zu tieferem, langfristig erinnerbarem Lernen führt. Zudem stärken gemeinsames Erleben und der Austausch in der Gruppe soziale Zugehörigkeit und Verbundenheit unter Studierenden und mit Lehrenden – beides steigert die Motivation und das Interesse am Fach! Und dass Exkursionen das Studium lebendig und nachhaltig machen, davon zeugen die folgenden filmischen Beispiele aus unterschiedlichen Studienbereichen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).
Bonn wurde 1949 zur Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Was zunächst nur als Übergangslösung gedacht war, hielt über vier Jahrzehnte und prägte die politische Kultur der Bundesrepublik. Erst im Zuge der Wiedervereinigung verlor die Stadt am Rhein den Status der Hauptstadt der Bundesrepublik und musste diesen an Berlin abtreten.
Die Spuren aus den Jahren, in denen sich in Bonn der politische Mittelpunkt Westdeutschlands befand, sind noch allgegenwärtig. Eine Exkursion des Historischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) führte die Studierenden zu verschiedenen Stationen, die repräsentativ sind für die ehemalige Hauptstadt. Sie lernten dabei Geschichte hautnah vor Ort kennen und machten diese für sich erfahr- sowie erlebbar.
Fotos von der Exkursion mit den Stationen Villa Hammerschmidt, Palais Schaumburg und Haus der Geschichte in Bonn.
Öffentliche Bücherschränke bieten Zugang zu gebrauchten Büchern aller Art. Doch wie genau funktionieren sie? Welche Bücher sind beispielsweise besonders beliebt und welche bleiben als „Schrankhüter“ zurück? Diesen und anderen Fragen geht ein Lehrforschungsprojekt der Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gemeinsam mit der Hochschule Hannover nach.
Auf einer Exkursion tauschen sich Lehrende und Studierende aus: Sie vergleichen die Angebote in beiden Städten, gewinnen so neue Erkenntnisse und erfahren, wie praxisnah Wissenschaft, Studium und Lehre sein kann.
Fotos von der Exkursion, die das gemeinsame Arbeiten in Räumen der Universität Hannover und die unterschiedlichen Bücherschränke in Hannover und Mainz zeigen.
Die Exkursion unter dem Titel „Roma varia – Ein Mosaik der Lebensformen und Kulturen“ stellt das Thema Diversität im antiken Rom in den Mittelpunkt. Dabei betrachten die Studierenden nicht nur die Antike, sondern nehmen zusätzlich mögliche Verbindungen zur heutigen Zeit kritisch in den Blick. Während des Aufenthaltes in Rom recherchieren sie zu Themen, die sie sich selbst gewählt haben.
Eingebunden ist die Exkursion in den Thementag 2026 des Instituts für Altertumswissenschaften – Klassische Philologie und Klassische Archäologie, dem das Konzept des forschenden Lernens zugrunde liegt. Dabei üben die Studierenden mit einzelnen Fachvorträgen diese Form wissenschaftlicher Praxis ein. Ziel ist es, die Eigenverantwortlichkeit der Studierenden zu fördern.
Fotos der Exkusion mit unterschiedlichen Stationen in Rom – etwa dem Circus Maximus, dem Teatro di Marcello, der Basilika San Giorgio in Velabro oder die Via dei Fori Imperiali in Rom mit dem Kolosseum im Hintergrund.